johker’s blog stories about me, my life, science and my trips

18Jan/090

Neujahr

Das neue Jahr ist jetzt ja schon wieder 18 Tage alt, deshalb wollte ich die Gelegenheit nutzen und ein paar Worte verlieren. Zu allererst finde ich es sehr bizarr, dass einige Leute - ja sogar Volksgruppen - bis heute das Konzept von Sylvester noch nicht richtig verstanden haben. Man zündet Raketen an, nicht Autos. Unsere Nachbarn, die Franzosen haben das wohl noch nicht so ganz verstanden (siehe hier). Vielleicht sollte ich rechtzeitig zum Jahresende Kurse anbieten. Damit könnte man sich eine goldene Nase verdienen; Versicherungen und der Staat würden einen sicher gut bezahlen.  Richtet man den Blick ein Stückchen weiter nach Osten, entdeckt man zwei weitere Nationen, die das mit Sylvster auch nicht nicht so richtig raus haben: die Israelis und Palästinenser. Jungs, ihr sollt Sylvesterraketen anzünden, keine Langstreckenraketen (siehe Operation gegossenes Blei). Netterweise haben die angrenzenden Länder darauf verzichtet Raketen zu zünden.

Kommen mir zu meiner Wenigkeit. Ich habe Sylvester dieses Jahr im kleinen Kreis gefeiert. Zuerst mit meinen Eltern, meinem Bruder, Pia und Ani bei Fleisch- und Schokoladenfondue und später dann in gemütlicher Männerrunde in Winklers neuer Wohnung. Die Wohnung wurde stilecht eingeweiht mit Steaks grillen in der Küche, Alkohol und Gesprächen. Unsere Getränkeauswahl bestand aus badischem Wein und Jägermeister. Da Winklers Küche recht spartanisch ausgestattet ist (Kühlschrank, Gefrierschrank, Mikrowelle, Toaster), haben wir Elus Raclette umfunktioniert um Steaks zu grillen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Nachdem wir 4 Flaschen Wein und eine Flasche Jägermeister kredenzt hatten, hatten wir auch ein gewisses Level erreicht, um nach draußen zu gehen und uns das Feuerwerk anzuschauen. Leider ist dieses etwas mager ausgefallen, doch was will man von einem kleinen Provinznest wie Steinach denn erwarten? Was mir negativ aufgefallen ist, war dass die Chinesen dieses Jahr kein spektakuläres Feuerwerk abgebrannt haben und dass ich die verdammte Flasche Sekt fast alleine trinken musste. Danke Jungs, ihr seid echt wahre Freunde. Die Flasche Sekt erklärt auch, warum ich schon so früh nach Hause wollte (irgendwann zwischen 0.30 Uhr und 1.30 Uhr, für Aufklärung wäre ich in diesem Falle dankbar).

Der nächste Tag - wer hätte es anders erwartet - hat eher suboptimal angefangen. Alles hat sich gedreht und die Nahrungsaufnahme gestaltete sich bis zum späten Abend sehr schwierig. Mein einziger Trost war, dass es anderen Anwesenden des gestrigen Abends nicht anders ging :-)

Bilder gibts in der Gallerie.

1Oct/080

Die schöne Zeit ist zu Ende

Am Samstag ging mein Aufenthalt in den USA leider zu Ende. Ich musste viele liebgewonnene Leute zurücklassen und dieser hübschen Region den Rücken kehren, um mein Studium zu beenden und die "Zurückgebliebenen" mal wieder zu sehen.
Der Aufbruchsstress fing schon am Mittwoch an, als wir langsam aber sicher anfingen unser Apartment auszuräumen. Donnerstagmorgen gings dann richtig rund, als ich um 6 Uhr aufgestanden bin, um alles auf-/aus- und umzuräumen, da wir um 10.30 Uhr unsere "final inspection", also Wohnungsabnahme hatten. Zu diesem Termin wurden wir erst einmal versetzt und musste die Leute sprichwörtlich in unsere Wohnung schleppen. Nachdem das alles geklärt war, haben wir unsere "Sieben Sachen" gepackt und uns abends noch einmal mit ein paar anderen Studenten und Freunden für ein "Farewell Dinner" getroffen. Am nächsten Morgen mussten wir noch Comcast und PG&E kündigen und sind dann zum Flughafen in San Francisco aufgebrochen. Da habe ich dann noch meine Postkarten geschrieben und dann gings ab über den Atlantik.
Auf dem Flug haben Anne und ich noch einen netten älteren Amerikaner kennengelernt, der nach Schottland flog, um zu jagen. Wir haben uns mit ihm über Gott und die Welt unterhalten... wenn wir nicht gerade geschlafen haben - und das haben wir über 3/4 des Fluges. In London angekommen haben wir auf unsere Assi-Prüfung gelernt und etwas gegessen. Nach über 4 Stunden Aufenthalt sind wir dann nach Stuttgart losgeflogen mit der Lufthansa. Im Flieger war es sehr angenehm, denn wir waren nur ca. 30 Leute. Endlich in Deutschland angekommen, hat uns dann Annes Familie abgeholt und nach einigen Stunden Unterhaltung mit meinen Mitbewohnern bin ich auch schon ins Bett gegangen.
Am Montag hatten wir dann unsere "Assi-Prüfung" - die jetzt ja nicht mehr so heißt - und damit war das 4. Semester und die Praxisphase im ARC endgültig abgeschlossen.
Ich möchte hier einige Leute noch einmal besonders erwähnen, die ich in San Jose kennengelernt habe: Eric und seine Frau Kristin, Alejandro, Megha und Marie. Vielen Dank euch und allen anderen, die ich während meiner Zeit in den USA kennengelernt habe. Ich hatte wirklich eine super Zeit mit euch!

In der Gallerie habe ich ein paar Bilder hinterlegt. Ihr könnt sie euch ja gerne mal anschauen.