johker’s blog stories about me, my life, science and my trips

7Apr/090

fetchmail Integration in postfixadmin

Viele Benutzer haben auch Mailboxen bei anderen Anbietern, z.B. bei gmx oder web.de. Damit diese Benutzer ihre E-Mails aggregieren können, wird fetchmail eingerichtet. fetchmail ist bereits in postfixadmin integriert, somit können fetchmail-Einträge über postfixadmin verwaltet werden (derzeit leider nur von Administratoren). Über das mitgelieferte fetchmail.pl-Skript werden die Daten aus der Datenbank ausgelesen, fetchmail aufgerufen, die Mails durch amavisd-new überprüft und an die Mailboxen der Benutzer ausgeliefert. Das perl-Skript wurde etwas angepasst, damit es mit postgres interagieren kann. Des Weiteren wurden die Dateinamen etwas angepasst.

Installation:

aptitude install fetchmail
aptitude install liblockfile-simple-perl

Nötige Verzeichnisse für das Skript anlegen:

mkdir /var/run/fetchmail
touch /var/run/fetchmail/fetchmail-all.lock

Das Skript:

fetchmail.pl

#!/usr/bin/perl
 
use DBI;
use MIME::Base64;
# use Data::Dumper;
use File::Temp qw/ mkstemp /;
use Sys::Syslog;
# require liblockfile-simple-perl
use LockFile::Simple qw(lock trylock unlock);
 
openlog("fetchmail-all", "pid", "mail");
 
sub log_and_die {
        my($message) = @_;
  syslog("err", $message);
  die $message;
}
 
# read options and arguments
 
$configfile = "/etc/fetchmail/config";
 
@ARGS1 = @ARGV;
 
while ($_ = shift @ARGS1) {
    if (/^-/) {
        if (/^--config$/) {
            $configfile = shift @ARGS1
        }
    }
}
 
# postgres settings
$database="postfix";
$hostname="127.0.0.1";
$user="postfix";
$password="XXXXXX";
 
$run_dir="/var/run/fetchmail";
 
# use specified config file
if (-e $configfile) {
    do $configfile;
}
 
$dsn = "DBI:Pg:database=$database;host=$hostname";
$lock_file=$run_dir . "/fetchmail-all.lock";
 
$lockmgr = LockFile::Simple->make(-autoclean => 1, -max => 1);
$lockmgr->lock($lock_file) || log_and_die "can't lock ${lock_file}";
 
#postgres connect
$dbh = DBI->connect($dsn, $user, $password) || log_and_die "cannot connect the database";
 
$sql=<<SQL;
SELECT id,mailbox,src_server,src_auth,src_user,src_password,src_folder,fetchall,keep,protocol,mda,extra_options,usessl 
FROM fetchmail
WHERE date_part('epoch',now())-date_part('epoch',date) > poll_time*60
SQL
 
my (%config);
map{
        my ($id,$mailbox,$src_server,$src_auth,$src_user,$src_password,$src_folder,$fetchall,$keep,$protocol,$mda,$extra_options,$usessl)=@$_;
 
  syslog("info","fetch ${src_user}@${src_server} for ${mailbox}");
 
        $cmd="user '${src_user}' there with password '".decode_base64($src_password)."'";
        $cmd.=" folder '${src_folder}'" if ($src_folder);
        $cmd.=" mda ".$mda if ($mda);
 
#       $cmd.=" mda \"/usr/local/libexec/dovecot/deliver -m ${mailbox}\"";
        $cmd.=" is '${mailbox}' here";
 
        $cmd.=" keep" if ($keep);
        $cmd.=" fetchall" if ($fetchall);
        $cmd.=" ssl" if ($usessl);
        $cmd.=" ".$extra_options if ($extra_options);
 
        $text=<<TXT;
set postmaster "postmaster"
set nobouncemail
set no spambounce
set properties ""
set syslog
 
poll ${src_server} with proto ${protocol}
        $cmd
 
TXT
 
  ($file_handler, $filename) = mkstemp( "/tmp/fetchmail-all-XXXXX" ) or log_and_die "cannot open/create fetchmail temp file";
  print $file_handler $text;
  close $file_handler;
 
  $ret=`/usr/bin/fetchmail -f $filename -i $run_dir/fetchmail.pid`;
 
  unlink $filename;
 
  $sql="UPDATE fetchmail SET returned_text=".$dbh->quote($ret).", date=now() WHERE id=".$id;
  $dbh->do($sql);
}@{$dbh->selectall_arrayref($sql)};
 
$lockmgr->unlock($lock_file);
closelog();

Damit das Skript regelmäßig ausgeführt wird, legen wir einen Cronjob dafür an (als Benutzer root). In der hier gezeigten Konfiguration wird das Skript alle 5 Minuten ausgeführt.

crontab -e:

*/5 * * * * /PFAD/ZU/fetchmail.pl &> /dev/null
22Mar/090

Der neue Server: Teil 4 apache

Nachfolgend stelle ich vor, wie man apache2 inkl. php, sowie ruby über fastcgi installiert. php, bzw. ruby über fastcgi einzubinden bietet den Vorteil, dass die Skripts immer mit Benutzerrechten und nicht mit den rechten des Webserver ausgeführt werden. Zudem kann man so für jeden vHost eine eigene php.ini anlegen.

Installation und Konfiguration

aptitude install apache2 apache2-suexec libapache2-mod-fcgid php5-cgi

Dieser Befehl installiert das apache2- und php5-Grundsystem. Ruby werden wir später installieren, sobald apache und php funktionieren.
Nun aktivieren wir einige apache2-mods:

a2enmod ssl
a2enmod rewrite
a2enmod suexec
a2enmod fcgid
/etc/init.d/apache2 force-reload

Nun legen wir noch einen Benutzer an, unter dem Skripts ausgeführt werden, die nicht direkt einem bestimmten Benutzer zugeordnet werden können (wichtig ist, dass dieser Benutzer eine GID>100 hat):

adduser --system --group --no-create-home www-user

Jetzt ist es an der Zeit die vHost-Strukturen unter "/var/www/" anzulegen. Für jeden vHost wird ein eigener Ordner erstellt und enthält mehrere Unterordner:

  • conf - enthält die php.ini, sowie die fcgi-Konfiguration
  • docs - das Webroot
  • log - enthält die Log-Dateien
  • tmp - für temporäre Dateien
mkdir /var/www/example.com
cd /var/www/example.com/
mkdir conf
mkdir docs
mkdir logs
mkdir tmp
cd /var/www/
chmod 755 -R example.com

Als Nächstes legen wir unter "/var/www/example.com/conf" einen Symlink auf "/etc/php5/cgi/php.ini" an:

ln -s /etc/php5/cgi/php.ini /var/www/example.com/conf/php.ini

Das hat den Vorteil, dass alle vHosts standardmäßig die gleiche php.ini benutzen, man diese aber sehr leicht austauschen kann, falls man bestimmte vHost-spezifische Anpassungen vornehmen muss.
Dann legen wir noch einen fcgi-Starter an:

/var/www/example.com/conf/php-fcgi.conf:

#!/bin/sh
PHPRC="/var/www/example.com/conf"
export PHPRC
#PHP_FCGI_CHILDREN=3
#export PHP_FCGI_CHILDREN
exec /usr/bin/php5-cgi
chmod 755 /var/www/example.com/conf/php-fcgi.conf

Wenn man nun einen neuen vHost erstellt, muss nur dieser komplette Ordner kopiert werden, die Zeile "PHPRC="/var/www/example.com/conf" angepasst werden, sowie das immutable-bit für die Datei php-fcgi.conf, bzw. php.ini gesetzt werden.

chattr +i /var/www/<ORDNERNAME>/conf/php-fcgi.conf
chattr +i /var/www/<ORDNERNAME>/conf/php.ini

Jetzt muss nur noch eine vHost-Konfiguration für apache angelegt werden. Hierfür legen wir unter "/etc/apache2/sites-available/example.com" ein Template an, welches dann kopiert und angepasst werden kann:

<VirtualHost *:80>
        SuExecUserGroup {USER} {GROUP}
 
        ServerName {SRV_NAME}
#       ServerAlias {SRV_ALIAS}
        ServerAdmin {SRV_ADMIN}
 
        DocumentRoot {DOC_ROOT}
        AddHandler fcgid-script .php
        <Directory {DOC_ROOT}>
                FCGIWrapper {CONF_ROOT}/php-fcgi.conf .php
                Options +SymLinksIfOwnerMatch +MultiViews +ExecCGI -Indexes
                AllowOverride FileInfo
                Order allow,deny
                allow from all
        </Directory>
 
        ErrorLog {LOG_ROOT}/error.log
        CustomLog {LOG_ROOT}/access.log combined
        LogLevel warn
        ServerSignature Off
</VirtualHost>

Um den vHost zu aktivieren, muss man noch folgenden Befehl absetzen:

a2ensite <VHOST_NAME>

Danach noch die apache-Konfiguration neu einlesen und der vHost ist einsatzbereit.

Quellen:
http://wiki.hetzner.de/index.php/Apache_PHP5_fcgi_und_SuExec

php-Addons

aptitude install php5-gd php5-imagick php5-mcrypt php5-mysql php5-pgsql php5-imap php5-suhosin

gd und imagick sind hierbei Bibliotheken zur Bildmanipulation, mcrypt bietet Verschlüsselungsfunktionen, mysql und pgsql sind für den Datenbankzugriff, imap bietet Funktionen zur Interaktion mit einem IMAP-Server und suhosin ist eine Sicherheitserweiterung für php.

ruby

Nun folgt noch die Installation von ruby und ruby on rails - ebenfalls als fastcgi:

 aptitude install ruby rdoc irb rubygems libfcgi-ruby1.8 libmysql-ruby libpgsql-ruby rails libopenssl-ruby1.8

Da fastcgi schon konfiguriert ist, funktioniert ruby, bzw. RoR ohne weitere Konfiguration.

rails über gem installieren

Alternativ kann man rails auch über gem, anstatt über aptitude installieren. Dazu führt man diesen Befehl aus:

gem install rails

Und ändert anschließend "/etc/profile" und nimmt "/var/lib/gems/1.8/bin" in $PATH mit auf (vor "export PATH" hinzufügen):

# add rails to path
PATH="$PATH:/var/lib/gems/1.8/bin"

Quellen:
http://howtoforge.net/ruby_on_rails_debian_etch

20Mar/090

Der neue Server: Teil 3 svn, mysql, postgres

Mit diesem Beitrag beginnt nun eine kleine Reihe, wie man verschiedene Serverdienste installiert und konfiguriert. Angefangen wird mit dem Versionskontrollsystem svn (auch unter dem Namen subversion bekannt) und zwei verschiedenen Datenbanksystemen: mysql und postgreSQL.

subversion

SVN wird über den Internet-Superserver xinetd betrieben und hört standardmäßig auf Port 3690. Die Repositories samt ihrer Konfigurationsdateien werden später unter "/var/svn" liegen und der Server wird unter dem Benutzer "svn" laufen.

Zunächst installieren wir xinetd und svn:

aptitude install xinetd subversion

Danach erstellen wir den svn-Benutzer:

adduser --system --group --no-create-home svn

Jetzt registrieren wir Port 3690 für svn:

/etc/services:

# Local services
svn 3690/tcp # subversion
svn 3690/udp # subversion

... erstellen den Ordner "/var/svn":

mkdir /var/svn/
chown svn: /var/svn/
chmod 755 /var/svn/

... und konfigurieren xinetd, damit er auf Port 3690 Verbindungen für svn entgegennimmt und sie an den svnserve-Server weitergibt:

/etc/xinetd.d/svn

# default: on
# description: Subversion server process
service svn
{
    disable             = no
    socket_type         = stream
    protocol            = tcp
    user                = svn
    wait                = no
    port                = 3690
    server              = /usr/bin/svnserve
    server_args         = -i -r /var/svn/
}

Nun kann man mit dem telnet-Befehl von einem anderen Rechner aus testen, ob svn auf Port 3690 lauscht:

telnet SERVER_IP 3690

Die Ausgabe sollte dann so aussehn:

Trying SERVER_IP...
Connected to SERVER_IP.
Escape character is '^]'.
( success ( 2 2 ( ) ( edit-pipeline svndiff1 absent-entries commit-revprops depth log-revprops partial-replay ) ) ) Connection closed by foreign host.

Mittels des svnadmin-Tools kann man nun Repositories anlegen, verändern, löschen, ...

svnadmin create --fs-type fsfs /var/svn/testRepo

Was man mit svn alles anstellen kann, wird hier sehr ausführlich beschrieben: http://svnbook.red-bean.com/. Dieses Buch ist wohl das Standardwerk, wenn es um svn geht und ein weiterer Stern am O'Reilly-Himmel und das Tollste ist: die Online-Version kostet nicht einmal was.

mysql

Man mag von mysql halten, was man will, doch es ist (leider) das Standard-Datenbanksystem für Web-Anwendungen (ein paar Gedanken zu mysql kann man hier finden). Der Vorteil von mysql ist, dass es sehr einfach in der Installation und Handhabung ist, die Nachteile.... naja, findets selbst heraus.

aptitude install mysql-server

Während der Installation wird man nach einem Passwort für den mysql-root Benutzer gefragt. Danach kann man ggf. noch die Konfiguration anpassen (liegt unter "/etc/mysql/my.cnf"). Ein gutes Beispiel für eine mysql-Konfiguration kann man hier finden: http://forum.rootforum.de/viewtopic.php?f=104&t=36343. Eine Anmerkung: wenn man die empfohlene Konfiguration auf rootforum.de benutzt und über phpMyAdmin auf die Datenbank zugreifen will, sollte man die Zeile "skip_show_database" auskommentieren, ansonsten sehen die Benutzer (root ausgenommen) ihre Datenbanken nicht.

Da wir nicht nur eine optimierte Installation, sondern auch eine sichere wollen, führen wir nun noch das "mysql_secure_installation"-Skript aus und beantworten alle Fragen, abgesehen von der über das mysql-root Passwort, mit der Standardantwort.

Quellen:

http://forum.rootforum.de/viewtopic.php?f=104&t=36343

postgres

Kommen wir zu einem richtigen Datenbanksystem: postgres. postgres ist ein freies, quelloffenes (open-source auf "Neudeutsch") Datenbanksystem, welches komplett ANSI-SQL92 konform ist (das kann manch kommerzielles Datenbanksystem nicht einmal von sich behaupten), unterstützt unter anderem ACID-Transaktionen und Stored Procedures und weitere fortgeschrittene Datenbank-Konzepte. Es erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit und löst mysql in vielen Gebieten ab. Dennoch will ich hier nicht zu viel Werbung machen. Jeder sollte sich selbst Gedanken über das Datenbanksystem machen, das er einsetzt und warum er es einsetzt. Doch wenn man ein Projekt hochziehen will, bei dem man auf fortschrittliche Datenbank-Konzepte zurückgreift, bleiben im open-source Umfeld nicht viele Lösungen übrig.
Die Installation gestaltet sich ähnlich einfach wie bei mysql:

aptitude install postgresql-8.3

Die Konfiguration gestaltet sich etwas anders als die von mysql. Sie ist im wesentlichen mehr an Oracle angelehnt. Über die Datei "pg_hba.conf" kann man Zugriffsrechte vergeben. Wenn man einen Benutzer anlegt, wird standardmäßig auch eine Datenbank mit dem selben Namen erstellt, autoincrement-Werte werden etwas anders definiert als bei mysql, des Weiteren heißen einige Datentypen geringfügig anders, doch die postgres-Dokumentation hilft hier weiter: http://www.postgresql.org/docs/current/static/.
Beispielhaft hier noch Code, wie man einen Benutzer anlegen kann:

su - postgres
createuser -P

Danach wird man nach dem Passwort und der Benutzerrolle gefragt und man kann mit folgendem Code auf die postgres-Konsole zugreifen:

psql -W <Tabellenname>

In einem weiteren Teil gehe ich dann darauf ein, wie man phpMyAdmin und phpPgAdmin einrichtet.

17Mar/090

Der neue Server: Teil 1 Installation und Basiskonfiguration

Seit ca. November letzten Jahres war klar, dass ein neuer Server her muss - nicht zuletzt, weil einige Leute bei ibutho ausgestiegen sind und ibutho doch etwas zu schwach ist für unsere Ansprüche. Die Planungen liefen auch schon seit Ende letzten Jahres und nun haben sie alle Gestalt angenommen. Die Domains werden alle zentral über inwx.de verwaltet. Dies hat den Vorteil, dass wir unabhängig vom Provider des Root-Servers sind und später ohne Probleme wechseln können. Beim Server haben wir uns für einen DS3000 von Hetzner entschieden. Dieser sagte uns sowohl von den Hardware-Daten als auch vom Preis-/Leistungsverhältnis zu (AMD Athlon 64 X2 5600+, 2GB RAM, 2 x 400GB Festplatte, 100MBit Anbindung ans Internet, 7 IP-Adressen, unbegrenzter Traffic).

Im Weiteren will ich auf die Grundinstallation eingehen und in den folgenden Teilen auf die beispielhafte Installation und Konfiguration verschiedenster Server-Dienste. Ich hoffe, dass diese Beiträge für den ein oder anderen nützlich sind, wenn sie ihren eigenen Server konfigurieren und absichern wollen. Ich bitte um rege Diskussionen, damit die Beiträge sinnvoll erweitert und Fehler beseitigt werden können.

Installation des Systems

Hetzner vereinfacht dem Administrator die Installation eines eigenen Betriebssystems über das Rescue-System sehr. Es wir ein Skript installimage angeboten, über welches man z.B. die Festplatte partitionieren kann, ein LVM einrichten kann oder einen Software-RAID konfigurieren kann.

Bei meiner Installation entschied ich mich für ein RAID1-System mit LVM. Für RAID1 entschied ich mich aufgrund der gesteigerten Ausfallsicherheit und der gesteigerten Lese-Performance. Für LVM entschied ich mich, da dies mehr Flexibilität mit sich bringt als ein starres Partitionsschema. Sollte man später bemerken, dass eine Volume zu groß oder zu klein ist, kann man es einfach verkleinern/vergrößern. Versierte Leser mögen sich hier fragen, warum ich nicht komplett auf ein LVM-Setup setze und dem LVM auch das Mirroring überlasse. Der Grund ist einfach: über ein Software-RAID erhalte ich höhere Leseraten (siehe auch: http://www.joshbryan.com/blog/2008/01/02/lvm2-mirrors-vs-md-raid-1/, insbesondere auch die Kommentare). Beim Dateisystem setze ich auf ext3 bzw. ext2 für "/boot", da sich ext3 im LVM problemlos im laufenden Betrieb vergrößern bzw. verkleinern lässt.

Hier mein Partitionslayout:

Mountpunkt Dateisystem Größe
/boot ext2 256M
vg0 lvm all
swap swap 2G
/ ext3 5G
/home ext3 15G
/tmp ext3 4G
/var ext3 50G

Sowohl "/boot", als auch "vg0" sind jeweils eine RAID1-Partition. Die ganze Arbeit das RAID einzurichten und danach das LVM hat mir das hetzner-Skript abgenommen.

Erste Schritte

aptitude-Mirror konfigurieren

Hetzner stellt einen eigenen aptitude-/apt-Mirror und diesen werden wir als allererstes ändern. Die Vorteile liegen auf der Hand: hohe Übertragungsraten und es handelt sich um internen Traffic, wird als nicht berechnet.

/etc/apt/sources.list:

# Packages and Security Updates from the Hetzner Debian Mirror
deb ftp://mirror.hetzner.de/debian/packages  lenny          main contrib non-free
deb ftp://mirror.hetzner.de/debian/security  lenny/updates  main contrib non-free

Und nun ein erstes Update&Upgrade:

aptitude update &amp;&amp; aptitude dist-upgrade

postfix Installation

Da postfix der Mailserver meiner Wahl ist und ich nicht will, dass irgend ein Programm exim oder ähnliches installiert, werden wir jetzt gleich postfix installieren, jedoch noch nicht konfigurieren. Die Konfiguration folgt ausführlich in einem weiteren Teil.

aptitude install postfix

Systemtools

apticron

apticron ist ein Tool, welches einen per Mail informiert, wenn es Updates gibt. Dies ist besonders hilfreich, da das Tool die Paketquellen im Hintergrund updated, aber die Updates nicht einspielt; so bleibt es dem Administrator immer selbst überlassen, welche Pakete er einspielt und welche nicht, bzw. welche er erst ausführlicher testen will, da die Funktionalität des Systems evtl. erheblich beeinträchtigt werden könnte.

aptitude install apticron

mdadm

Mit mdadm wurde bereits das Software-RAID erstellt. Doch mdadm kann mehr: es kann den Benutzer auch per E-Mail informieren, wenn es Probleme mit dem RAID gibt. Dies wollen wir hier einstellen:

dpkg-reconfigure mdadm

smartmontools

Mit den smartmontools kann man den Status des Festplatten abfragen und bekommt E-Mails, wenn die Festplatte kurz vor ihrem Lebensende ist.

aptitude install smartmontools

/etc/default/smartmontools:

# uncomment to start smartd on system startup
start_smartd=yes
 
# uncomment to pass additional options to smartd on startup
smartd_opts="--interval=1800"

/etc/smartd.conf:

DEVICESCAN -m root -M exec /usr/share/smartmontools/smartd-runner

htop

htop ist eine erweiterte Version von top und bietet eine ncurses-Oberfläche, sowie Farben und "grafische" Anzeigen.

aptitude install htop

lsof

lsof kann anzeigen, wer gerade auf einen Ordner/Gerät zugreift. Das Tool kann nützlich sein, wenn man einen Ordner unmounten will, aber noch jemand/etwas darauf zugreift.

aptitude install lsof

mc

Wer DOS noch kennt, kennt auch den Norton Commander. mc (ausgeschrieben: midnight commander) ist ein Norton Commander-Klon und vereinfacht einem das Leben in vielen Situationen. Einfach mal ausprobieren:

aptitude install mc

locate

Mit locate kann man schnell nach Dateien suchen. Es baut einen Index über Dateien und Ordner des Dateisystems auf und aktualisiert diesen mittels eines Cronjobs regelmäßig. Sucht man eine Datei, so gibt man einfach folgendes ein:

locate <Dateiname>

Das Paket kann mit folgendem Befehl installiert werden:

aptitude install locate

Nach der Installation sollte als Erstes der Index aufgebaut werden (dies wird später automatisch gemacht):

updatedb

Benutzer anlegen

Meine Anforderung an die Home-Laufwerke der einzelnen Benutzer ist, dass sie nicht von jedem gelesen werden können, aber dass man trotzdem Ordner/Dateien unterhalb des eigenen Home-Laufwerks für andere zugänglich machen kann, um z.B. einen "Briefkasten" zu implementieren, wo andere Benutzer Dateien für einen ablegen können, aber nicht sehen können, was sich sonst noch darin befindet. Deshalb wird mit folgenden Befehl die Sichtbarkeit der Home-Verzeichnisse geändert:

dpkg-reconfigure adduser

Außerdem hätte ich gerne, dass jeder Benutzer standardmäßig in der Gruppe "users" ist (man weiß ja nie, wozu das noch gut sein könnte). Dazu fügen wir an die Datei "/etc/default/useradd" am Ende folgendes an - bzw. an die Datei "/etc/adduser.conf" (je nachdem, ob man adduser oder useradd zum Hinzufügen von Benutzern verwendet):
/etc/default/useradd:

GROUPS=users

/etc/adduser.conf:

EXTRA_GROUPS="users"
ADD_EXTRA_GROUPS=1

Die "Briefkasten"-Erweiterung:

cd /etc/skel/
mkdir public
chmod 755 public/
mkdir public/dropbox
chmod 753 public/dropbox/
chown root: public/ -R

Nun legen wir noch eigene Versionen der Dateien .vimrc, .bashrc, .bash_aliases in "/etc/skel/":
.vimrc:

sy on
se nu
set incsearch
set hlsearch
colorscheme slate

.bashrc:

# ~/.bashrc: executed by bash(1) for non-login shells.
# see /usr/share/doc/bash/examples/startup-files (in the package bash-doc)
# for examples
 
export PS1='\h:\w\$ '
umask 022
 
# If not running interactively, don't do anything
[ -z "$PS1" ] &amp;&amp; return
 
# don't put duplicate lines in the history. See bash(1) for more options
# don't overwrite GNU Midnight Commander's setting of `ignorespace'.
export HISTCONTROL=$HISTCONTROL${HISTCONTROL+,}ignoredups
# ... or force ignoredups and ignorespace
export HISTCONTROL=ignoreboth
 
# append to the history file, don't overwrite it
shopt -s histappend
 
# for setting history length see HISTSIZE and HISTFILESIZE in bash(1)
 
# check the window size after each command and, if necessary,
# update the values of LINES and COLUMNS.
shopt -s checkwinsize
 
# make less more friendly for non-text input files, see lesspipe(1)
#[ -x /usr/bin/lesspipe ] &amp;&amp; eval "$(SHELL=/bin/sh lesspipe)"
 
# set variable identifying the chroot you work in (used in the prompt below)
if [ -z "$debian_chroot" ] &amp;&amp; [ -r /etc/debian_chroot ]; then
    debian_chroot=$(cat /etc/debian_chroot)
fi
 
# set a fancy prompt (non-color, unless we know we "want" color)
case "$TERM" in
    xterm-color) color_prompt=yes;;
esac
 
# uncomment for a colored prompt, if the terminal has the capability; turned
# off by default to not distract the user: the focus in a terminal window
# should be on the output of commands, not on the prompt
#force_color_prompt=yes
 
if [ -n "$force_color_prompt" ]; then
    if [ -x /usr/bin/tput ] &amp;&amp; tput setaf 1 &gt;&amp;/dev/null; then
        # We have color support; assume it's compliant with Ecma-48
        # (ISO/IEC-6429). (Lack of such support is extremely rare, and such
        # a case would tend to support setf rather than setaf.)
        color_prompt=yes
    else
        color_prompt=
    fi
fi
 
if [ "$color_prompt" = yes ]; then
    PS1='${debian_chroot:+($debian_chroot)}\[\033[01;32m\]\u@\h\[\033[00m\]:\[\033[01;34m\]\w\[\033[00m\]\$ '
else
    PS1='${debian_chroot:+($debian_chroot)}\u@\h:\w\$ '
fi
unset color_prompt force_color_prompt
 
# If this is an xterm set the title to user@host:dir
case "$TERM" in
xterm*|rxvt*)
    PS1="\[\e]0;${debian_chroot:+($debian_chroot)}\u@\h: \w\a\]$PS1"
    ;;
*)
    ;;
esac
 
# Alias definitions.
# You may want to put all your additions into a separate file like
# ~/.bash_aliases, instead of adding them here directly.
# See /usr/share/doc/bash-doc/examples in the bash-doc package.
 
if [ -f ~/.bash_aliases ]; then
    . ~/.bash_aliases
fi
 
# enable color support of ls and also add handy aliases
if [ -x /usr/bin/dircolors ]; then
    eval "`dircolors -b`"
    alias ls='ls --color=auto'
    #alias dir='dir --color=auto'
    #alias vdir='vdir --color=auto'
 
    #alias grep='grep --color=auto'
    #alias fgrep='fgrep --color=auto'
    #alias egrep='egrep --color=auto'
fi
 
# some more ls aliases
#alias ll='ls -l'
#alias la='ls -A'
#alias l='ls -CF'
 
# enable programmable completion features (you don't need to enable
# this, if it's already enabled in /etc/bash.bashrc and /etc/profile
# sources /etc/bash.bashrc).
if [ -f /etc/bash_completion ]; then
    . /etc/bash_completion
fi

.bash_aliases:

alias l='ls -lA'
alias ll='ls -l'
alias la='ls -a'
alias lla='ls -la'
alias lal='ls -la'

Zusätzlich installieren wir noch das Paket "bash-completion", um eine komplexere Code- und Befehlsvervollständigung zu bekommen (wird erst nach erneutem Anmelden an der Konsole aktiv):

aptitude install bash-completion

Nun können wir mittels adduser einen Benutzer anlegen:

adduser <Benutzername>