Der neue Server: Teil X Sonstiges
Der Entwurf zu diesem Beitrag ist schon fast ein Jahr alt. Ich will ihn nun endlich mal veröffentlichen in der Hoffnung, dass er einigen Leuten hilft und ihnen Arbeit abnimmt.
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In diesem Beitrag sind alle Dinge zusammengefasst, die thematisch nicht direkt zusammenpassen oder nicht direkt in einen einzigen Beitrag passen, da sie mehrere Themen streifen.
ssl-Zertifikat erstellen
Jetzt erstellen wir ein ssl-Zertifikat, welches wir bei cacert.org signieren lassen. Dies bietet einige Vorteile gegenüber dem Selbst-Signieren (self-signing). Leider ist das cacert.org Root-Zertifikat noch nicht in Firefox aufgenommen und somit erhält man immer diese lästige Warnung, wenn man eine cacert-zertifizierte Webseite aufruft, bis man deren Root-Zertifikat in Firefox importiert.
Am Besten geht man nach dieser Anleitung vor zum Erstellen eines Zertifikats: http://wiki.cacert.org/wiki/CSRGenerator. Danach verschiebt man den Private-Key nach "/etc/ssl/private" und den Public-Key nach "/etc/ssl/certs". Nun kann man das Zertifikat z.B. in Apache verwenden, aber auch für den Mailserver, IMAP-/POP-Server, svn, ... Sollte eine Applikation nicht auf den Private-Key zugreifen können, benötigt aber Zugriff darauf, so muss man den Benutzer unter der die Applikation läuft in die Gruppe "ssl-cert" aufnehmen (ACHTUNG: Dies könnte ein Sicherheitsrisiko darstellen!).
Diffie-Hellman-Code erzeugen
Dies wird z.B. für postfix gebraucht, aber auch für einige IMAP-Server, deshalb erzeugen wir hier diesen Code und speichern ihn unter "/etc/ssl/private/":
openssl gendh -out /etc/ssl/private/dh_1024.pem -2 -rand /dev/urandom 1024 openssl gendh -out /etc/ssl/private/dh_512.pem -2 -rand /dev/urandom 512
SSL-vHost in apache erstellen
Um in apache einen SSL-vHost erstellen kann, muss man die Datei ports.conf unter "/etc/apache2" ändern und die folgende Zeilen hinzufügen/ergänzen:
<IfModule mod_ssl.c> # SSL name based virtual hosts are not yet supported, therefore no # NameVirtualHost statement here NameVirtualHost *:443 Listen 443 </IfModule>
Danach können wie gehabt vHosts erstellt werden, mit dem Unterschied, dass die Zeile "
SSLEngine on
SSLCertificateFile /etc/ssl/certs/server.pem
SSLCertificateKeyFile /etc/ssl/private/privatekey.pem
SSLCipherSuite HIGH
SSLProtocol all -SSLv2Weiter unten stelle ich ein Skript vor, mit welchem man bequem vHosts (sowohl mit und ohne SSL) erstellen kann und automatisch von Port 80 auf Port 443 weiterleiten, wenn der vHost SSL unterstützt.
Quellen:
http://wiki.cacert.org/wiki/CSRGenerator
http://cacert.org/
sftp-Gastzugang
Oft möchte man Leuten einen Zuganz zu seinem Server verschaffen, damit man etwas in ein bestimmtes Verzeichnis hochladen, bzw. daraus herunterladen darf, aber nicht aus diesem Verzeichnis herausnavigieren darf und evtl. Schaden anrichten kann. Dies kann man mit openSSH 5.0 sehr einfach lösen, da es eingebaute chroot-Mechanismen hat. So kann man z.B. eine ganze Gruppe auf ihr Home-Laufwerk oder einen anderen Ordner beschränken oder aber auch nur einen einzigen Benutzer. Im Folgenden legen wir eine Gruppe "chrooted" an, welche auf ihr Home-Laufwerk beschränkt sein wird. Alle Home-Laufwerke dieser Gruppe werden standardmäßig unter "/home/chrooted" liegen. Für unseren Gastbenutzer legen wir darunter ein Verzeichnis "upload" an und ändern die Rechte entsprechend:
mkdir upload chown <uploaduser>:users /home/chrooted/upload chmod 775 /home/chrooted/upload
Will man Ordner außerhalb des Home-Laufwerks zugänglich machen, kann man diese mit "mount -o bind" temporär einbinden, bzw. über die "/etc/fstab" dauerhaft:
/pfad/zum/quellverzeichnis /pfad/zum/zielverzeichnis none rw,bind 0 0
Gruppe "chrooted" anlegen:
addgroup --system chrootedUm einen Benutzer in die Gruppe "chrooted" aufzunehmen, führt man folgenden Befehl aus:
adduser <uploaduser> chrooted
Danach muss man die sshd_config anpassen, bzw. erweitern:
#Subsystem sftp /usr/lib/openssh/sftp-server Subsystem sftp internal-sftp Match group chrooted # chroot all users of these group to their homes # %h will be substituted by the user's home # %u will be substituted with the user's user name ChrootDirectory %h AllowTcpForwarding no ForceCommand internal-sftp
Wichtig ist, dass das Home-Verzeichnis des Benutzers root gehören muss ("chown root: /pfad/zu/home"). Die Unterordner sollten dann wieder dem Benutzer gehören, damit das ganze auch Sinn macht und er Dateien hoch-/runterladen kann. In unserem Beispiel bedeutet das, dass "/home/chrooted" root gehören muss und "/home/chrooted/upload" dem
Zusätzlich kann man nun noch unter "/etc/passwd" die Standardkonsole des
<uploaduser>:x:1666:1666:Guest upload-account,,,:/home/chrooted:/bin/false
Quellen:
http://binblog.wordpress.com/2008/04/06/openssh-chrooted-sftp-eg-for-webhosting/
http://www.debian-administration.org/articles/590
Tauschverzeichnis anlegen
Da alle Konsolenbenutzer auch Mitglied in der Gruppe "users" sind, ist es ein leichtes ein Tausch-Verzeichnis unter "/home/shared" anzulegen. Darunter legen wir - der Benutzerfreundlichkeit zuliebe - einen Symlink nach "/home/chrooted/upload" an (siehe vorheriges Kapitel):
mkdir /home/shared chown root:users /home/shared chmod 775 /home/shared ln -s /home/chrooted/upload upload
Nun können sich alle Konsolenbenutzer über dieses Verzeichnis austauschen und auf die Dateien des Gast-Accounts zugreifen, welche für ihn bereitstellen bzw. je nach Rechten auch welche löschen.
vHosts-Skript
Um einem die Arbeit etwas zu erleichtern habe ich schnell ein kleines bash-Skript runtergehackt, mit welchem man bequem vHosts unter apache2 anlegen kann. Ist man nach Der neue Server: Teil 4 apache vorgegangen, so müssen im Skript normalerweise keine Änderungen vorgenommen werden, anderfalls braucht das Skript evtl. ein paar Anpassungen.
Hier das Skript:
createVhost.sh:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 | #!/bin/bash # createVhost.sh - Creates an Apache2 vHost configuration # # Copyright (C) 2009 johker # # This program is free software; you can redistribute it and/or modify it under the terms of the GNU General Public License v2 as published by the Free Software Foundation # # This program is distributed in the hope that it will be useful, but WITHOUT ANY WARRANTY; without even the implied warranty of MERCHANTABILITY or FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE. See the GNU General Public License v2 for more details. ### CHANGE ME! ### WWW_ROOT="/var/www" SITES_ROOT="/etc/apache2/sites-available" CHANGE_PHP_INI="no" EXAMPLE_ROOT="$WWW_ROOT/example" SITES_EXAMPLE="$SITES_ROOT/example" SITES_EXAMPLE_SSL="$SITES_EXAMPLE-ssl" SSL_PRIV_DEFAULT="/etc/ssl/private/privatekey.pem" SSL_PUB_DEFAULT="/etc/ssl/certs/publickey.pem" PHP_INI_TEMPLATE="/etc/php5/cgi/php.ini" ### END CHANGE ME! ### ############################################################# ########## DO NOT CHANGE ANYTHING BELOW THIS LINE! ########## ############################################################# # Make sure only root can run our script if [ "$(id -u)" != "0" ]; then echo "ERROR: This script must be run as root!" 1>&2 exit 1 fi # Query the user for some details read -p "Domain name: " SRV_NAME read -p "Domain aliases (leave blank if no aliases available, separated by blank): " SRV_ALIAS read -p "Admin e-mail address: " SRV_ADMIN read -p "vHost owner (system user): " USER read -p "Use SSL (yes/no)[no]: " SSL if [ -z $SSL ]; then # set default value SSL="no" fi if [ $SSL == "yes" ]; then read -p "SSL private key[$SSL_PRIV_DEFAULT]: " CERT_PRIV read -p "SSL public key[$SSL_PUB_DEFAULT]: " CERT_PUB if [ -z $CERT_PRIV ]; then # set default value CERT_PRIV=$SSL_PRIV_DEFAULT fi if [ -z $CERT_PUB ]; then # set default value CERT_PUB=$SSL_PUB_DEFAULT fi fi VHOST_ROOT="$WWW_ROOT/$SRV_NAME" DOC_ROOT="$VHOST_ROOT/docs" CONF_ROOT="$VHOST_ROOT/conf" LOG_ROOT="$VHOST_ROOT/logs" TMP_ROOT="$VHOST_ROOT/tmp" PHP_FCGI="$CONF_ROOT/php-fcgi.conf" PHP_INI="$CONF_ROOT/php.ini" VHOST_CONF="$SITES_ROOT/$SRV_NAME" # GROUP equals USER GROUP=$USER function changeFcgiConfig { # adjust fcgi config sed "s!{SRV_NAME}!$SRV_NAME!g" -i $PHP_FCGI # ... php.ini if [ $CHANGE_PHP_INI == "yes" ]; then sed "s!;upload_tmp_dir =!upload_tmp_dir = $TMP_ROOT!g" -i $PHP_INI sed "s!;open_basedir =!open_basedir = $DOC_ROOT:$TMP_ROOT!g" -i $PHP_INI sed "s!;session.save_path = /var/lib/php5!session.save_path = $TMP_ROOT!g" -i $PHP_INI fi } function createDirs { # create the directory structure cp -R $EXAMPLE_ROOT $VHOST_ROOT if [ $CHANGE_PHP_INI == "yes" ]; then # don't put a symlink to php.ini in $CONF_ROOT, but copy it there rm $CONF_ROOT/php.ini cp $PHP_INI_TEMPLATE $CONF_ROOT fi changeFcgiConfig chown $USER:$GROUP -R $VHOST_ROOT chattr +i $CONF_ROOT/php-fcgi.conf # as $CONF_ROOT/php.ini is just a symlink most of the time, chattr will usually fail chattr +i $CONF_ROOT/php.ini 2> /dev/null } function createApacheConfig { # now let's adjust the apache vHost-configuration if [ $SSL == "yes" ]; then cp $SITES_EXAMPLE_SSL $VHOST_CONF else cp $SITES_EXAMPLE $VHOST_CONF fi # now do sed operations on $VHOST_CONF sed "s!{SRV_NAME}!$SRV_NAME!g" -i $VHOST_CONF if [ -z "$SRV_ALIAS" ]; then sed "s!{SRV_ALIAS}!!g" -i $VHOST_CONF else sed "s!{SRV_ALIAS}!$SRV_ALIAS!g" -i $VHOST_CONF sed "s!# ServerAlias! ServerAlias!g" -i $VHOST_CONF fi sed "s!{SRV_ADMIN}!$SRV_ADMIN!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{USER}!$USER!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{GROUP}!$GROUP!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{DOC_ROOT}!$DOC_ROOT!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{CONF_ROOT}!$CONF_ROOT!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{LOG_ROOT}!$LOG_ROOT!g" -i $VHOST_CONF if [ $SSL == "yes" ]; then sed "s!{CERT_PUB}!$CERT_PUB!g" -i $VHOST_CONF sed "s!{CERT_PRIV}!$CERT_PRIV!g" -i $VHOST_CONF fi } createDirs createApacheConfig exit 0 |
Die dazugehörenden Ordnerstruktur unter "/var/www/example":
mkdir /var/www/example mkdir /var/www/example/conf mkdir /var/www/example/docs mkdir /var/www/example/tmp mkdir /var/www/example/logs touch /var/www/example/logs/access.log touch /var/www/example/logs/error.log ln -s /etc/php5/cgi/php.ini /var/www/example/conf/php.ini
Hier noch die Datei "php-fcgi.conf", welche nach "/var/www/example/conf/" gehört:
php-fcgi.conf:
#!/bin/sh PHPRC="/var/www/{SRV_NAME}/conf" export PHPRC PHP_FCGI_CHILDREN=3 export PHP_FCGI_CHILDREN exec /usr/bin/php5-cgi
Dazu noch die vHost-configs "example", sowie "example-ssl" unter /etc/apache2/sites-available":
- example:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
<VirtualHost *:80> SuExecUserGroup {USER} {GROUP} ServerName {SRV_NAME} # ServerAlias {SRV_ALIAS} ServerAdmin {SRV_ADMIN} DocumentRoot {DOC_ROOT} AddHandler fcgid-script .php <Directory {DOC_ROOT}> FCGIWrapper {CONF_ROOT}/php-fcgi.conf .php Options +SymLinksIfOwnerMatch +MultiViews +ExecCGI -Indexes AllowOverride FileInfo AuthConfig Order allow,deny allow from all </Directory> ErrorLog {LOG_ROOT}/error.log CustomLog {LOG_ROOT}/access.log combined LogLevel warn ServerSignature Off </VirtualHost>
- example-ssl:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50
<VirtualHost *:80> ServerName {SRV_NAME} # ServerAlias {SRV_ALIAS} ServerAdmin {SRV_ADMIN} <IfModule mod_ssl.c> RewriteEngine on RewriteCond %{SERVER_PORT} ^80$ RewriteRule ^(.*)$ https://%{SERVER_NAME}$1 [L,R] RewriteLog {LOG_ROOT}/rewrite.log RewriteLogLevel 2 </IfModule> ErrorLog {LOG_ROOT}/error.log CustomLog {LOG_ROOT}/access.log combined LogLevel warn ServerSignature Off </VirtualHost> <VirtualHost *:443> SuExecUserGroup {USER} {GROUP} ServerName {SRV_NAME} # ServerAlias {SRV_ALIAS} ServerAdmin {SRV_ADMIN} SSLEngine on SSLCertificateFile {CERT_PUB} SSLCertificateKeyFile {CERT_PRIV} SSLCipherSuite HIGH SSLProtocol all -SSLv2 DocumentRoot {DOC_ROOT} AddHandler fcgid-script .php <Directory {DOC_ROOT}> FCGIWrapper {CONF_ROOT}/php-fcgi.conf .php Options +SymLinksIfOwnerMatch +MultiViews +ExecCGI -Indexes AllowOverride FileInfo Order allow,deny allow from all </Directory> ErrorLog {LOG_ROOT}/error.log CustomLog {LOG_ROOT}/access.log combined LogLevel warn ServerSignature Off </VirtualHost>
Das Skript kann als Benutzer root ausgeführt werden. Es fragt nach ein paar Parametern (default-Werte stehen in eckigen Klammern und können durch Drücken der Eingabetaste übernommen werden) und erstellt dann den vHost und die dazugehörige Konfiguration. Nach Ausführen des Skripts muss der vHost noch mittels des "a2ensite"-Befehls aktiviert werden und die apache-Konfiguration muss neu eingelesen werden.
Der neue Server: Teil 4 apache
Nachfolgend stelle ich vor, wie man apache2 inkl. php, sowie ruby über fastcgi installiert. php, bzw. ruby über fastcgi einzubinden bietet den Vorteil, dass die Skripts immer mit Benutzerrechten und nicht mit den rechten des Webserver ausgeführt werden. Zudem kann man so für jeden vHost eine eigene php.ini anlegen.
Installation und Konfiguration
aptitude install apache2 apache2-suexec libapache2-mod-fcgid php5-cgi
Dieser Befehl installiert das apache2- und php5-Grundsystem. Ruby werden wir später installieren, sobald apache und php funktionieren.
Nun aktivieren wir einige apache2-mods:
a2enmod ssl a2enmod rewrite a2enmod suexec a2enmod fcgid /etc/init.d/apache2 force-reload
Nun legen wir noch einen Benutzer an, unter dem Skripts ausgeführt werden, die nicht direkt einem bestimmten Benutzer zugeordnet werden können (wichtig ist, dass dieser Benutzer eine GID>100 hat):
adduser --system --group --no-create-home www-user
Jetzt ist es an der Zeit die vHost-Strukturen unter "/var/www/" anzulegen. Für jeden vHost wird ein eigener Ordner erstellt und enthält mehrere Unterordner:
- conf - enthält die php.ini, sowie die fcgi-Konfiguration
- docs - das Webroot
- log - enthält die Log-Dateien
- tmp - für temporäre Dateien
mkdir /var/www/example.com cd /var/www/example.com/ mkdir conf mkdir docs mkdir logs mkdir tmp cd /var/www/ chmod 755 -R example.com
Als Nächstes legen wir unter "/var/www/example.com/conf" einen Symlink auf "/etc/php5/cgi/php.ini" an:
ln -s /etc/php5/cgi/php.ini /var/www/example.com/conf/php.ini
Das hat den Vorteil, dass alle vHosts standardmäßig die gleiche php.ini benutzen, man diese aber sehr leicht austauschen kann, falls man bestimmte vHost-spezifische Anpassungen vornehmen muss.
Dann legen wir noch einen fcgi-Starter an:
/var/www/example.com/conf/php-fcgi.conf:
#!/bin/sh PHPRC="/var/www/example.com/conf" export PHPRC #PHP_FCGI_CHILDREN=3 #export PHP_FCGI_CHILDREN exec /usr/bin/php5-cgi
chmod 755 /var/www/example.com/conf/php-fcgi.conf
Wenn man nun einen neuen vHost erstellt, muss nur dieser komplette Ordner kopiert werden, die Zeile "PHPRC="/var/www/example.com/conf" angepasst werden, sowie das immutable-bit für die Datei php-fcgi.conf, bzw. php.ini gesetzt werden.
chattr +i /var/www/<ORDNERNAME>/conf/php-fcgi.conf chattr +i /var/www/<ORDNERNAME>/conf/php.ini
Jetzt muss nur noch eine vHost-Konfiguration für apache angelegt werden. Hierfür legen wir unter "/etc/apache2/sites-available/example.com" ein Template an, welches dann kopiert und angepasst werden kann:
<VirtualHost *:80> SuExecUserGroup {USER} {GROUP} ServerName {SRV_NAME} # ServerAlias {SRV_ALIAS} ServerAdmin {SRV_ADMIN} DocumentRoot {DOC_ROOT} AddHandler fcgid-script .php <Directory {DOC_ROOT}> FCGIWrapper {CONF_ROOT}/php-fcgi.conf .php Options +SymLinksIfOwnerMatch +MultiViews +ExecCGI -Indexes AllowOverride FileInfo Order allow,deny allow from all </Directory> ErrorLog {LOG_ROOT}/error.log CustomLog {LOG_ROOT}/access.log combined LogLevel warn ServerSignature Off </VirtualHost>
Um den vHost zu aktivieren, muss man noch folgenden Befehl absetzen:
a2ensite <VHOST_NAME>
Danach noch die apache-Konfiguration neu einlesen und der vHost ist einsatzbereit.
Quellen:
http://wiki.hetzner.de/index.php/Apache_PHP5_fcgi_und_SuExec
php-Addons
aptitude install php5-gd php5-imagick php5-mcrypt php5-mysql php5-pgsql php5-imap php5-suhosin
gd und imagick sind hierbei Bibliotheken zur Bildmanipulation, mcrypt bietet Verschlüsselungsfunktionen, mysql und pgsql sind für den Datenbankzugriff, imap bietet Funktionen zur Interaktion mit einem IMAP-Server und suhosin ist eine Sicherheitserweiterung für php.
ruby
Nun folgt noch die Installation von ruby und ruby on rails - ebenfalls als fastcgi:
aptitude install ruby rdoc irb rubygems libfcgi-ruby1.8 libmysql-ruby libpgsql-ruby rails libopenssl-ruby1.8
Da fastcgi schon konfiguriert ist, funktioniert ruby, bzw. RoR ohne weitere Konfiguration.
rails über gem installieren
Alternativ kann man rails auch über gem, anstatt über aptitude installieren. Dazu führt man diesen Befehl aus:
gem install railsUnd ändert anschließend "/etc/profile" und nimmt "/var/lib/gems/1.8/bin" in $PATH mit auf (vor "export PATH" hinzufügen):
# add rails to path PATH="$PATH:/var/lib/gems/1.8/bin"
